AWO Beratung und Selbsthilfe

Kurberatung

Frauen sind in der heutigen Gesellschaft in vielfacher Hinsicht Doppel- und Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Besonders gilt dies natürlich für Frauen mit Kindern. Immer noch sind es hauptsächlich Frauen, die in der Familienarbeit zuständig sind für Kindererziehung, Hausarbeit, Organisation des Alltags und die Sorge um das Wohlergehen und die Gesundheit von Kindern, Partner und pflegebedürftigen Angehörigen. Und dies alles oft noch zusätzlich zur eigenen Berufstätigkeit. Vergleichbares lässt sich auch sagen, wenn Männer die Erziehungsaufgabe der Kinder übernommen haben.

Gerade berufstätige, allein erziehende oder bedingt durch die Familiensituation sehr isoliert oder unter größter Anspannung (Trennung, Erziehungs- und/oder Partnerschaftsprobleme, Arbeitslosigkeit usw.) lebende Frauen und Männer sind besonderem Druck ausgesetzt. Hier beginnt der fatale Kreislauf von Anspannung, Zeitdruck, körperlicher und seelischer Überlastung sowie Überforderung und Krankheit. Ein erster Schritt, diesen Kreislauf zu durchbrechen, bestehende Krankheiten zu kurieren, abzuschalten und Erholung zu finden können Mütter- oder Mutter-/Vater-Kind-Kuren sein.

Die Aufgabe der Kurberatung ist es, in Beratungsgesprächen auf die Kur vorzubereiten, einen geeigneten Kurplatz zu finden, zu vermitteln zwischen Krankenkassen, Kurhaus und Mutter oder Vater. Dazu gehört aber auch, mit den Frauen und Männern gemeinsam vor und nach der Kur zu überlegen, welche Möglichkeiten am Wohnort bestehen, die eigene Gesundheit zu erhalten, für das eigene Wohlbefinden und auch das der Kinder und Angehörigen zu sorgen und in der Kur gewonnene Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Die rechtliche Grundlage für eine Kur bilden die §§ 24 und 41 des SGB V.

Kurberatung in Stadt und Landkreis Lüneburg

Ab dem 1. September 2017 gibt es wieder eine regelmäßige Kurberatung für Mütter, Väter, Kinder oder ganze Familien bei der AWO. Petra Richter, gelernte medizinische Fachangestellte, berät Kurwillige und vermittelt in geeignete Kurhäuser.

Frau Richter ist jeden Donnerstag von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr unter der Telefonnummer 04131-759616 zu erreichen, um Beratungstermine zu vereinbaren. Ansonsten kann selbstverständlich eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werde, Frau Richter ruft gerne zurück. Auch per E-Mail ist eine Terminvereinbarung möglich.

Die Beratung und Vermittlung von Kurmaßnahmen ist vertraulich und kostenfrei.

Beratung / Kontakt

Lüchow Tel.: 05841 / 97 36 05 (AB); Kontakt per E-Mail
Lüneburg Tel.: 04131 / 75 96 16; Kontakt per E-Mail

Sozialberatung / unabhängige Erwerbslosenberatung

Die Jugend- und Sozialberatung wurde am 01.12.1984 von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Verbandes begonnen. Sie übernahmen damals die Aufgabe, die Bewohner im Bereich des sozialen Brennpunktes im Stadtteil Lüneburg-Kaltenmoor in materiellen Fragen und in Bereichen der persönlichen Hilfen zu unterstützen. Aufgrund der steigenden Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter und bedingt durch die Notwendigkeit, auch in anderen Bereichen der Stadt Lüneburg sowie des Landkreises Beratung anzubieten, wurden weitere Standorte eingerichtet. Heute gibt es die Sozialberatung und die Erwerbslosenberatung der AWO in der Innenstadt von Lüneburg, in Kaltenmoor, in Dahlenburg, in den Räumen der AWO in Bleckede, in Lüchow-Dannenberg und auch im Landkreis Uelzen.

Die Beratungen wurden durchschnittlich von ca. 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Verbandes durchgeführt. Derzeit sind 3 hauptamtliche Mitarbeiterinnen für den Arbeitsbereich zuständig. Nach Wunsch und Möglichkeit finden auch Hausbesuche und Begleitungen bei Behördengängen statt.

Die Sozialberatung / Erwerbslosenberatung unterstützt die Betroffenen besonders in den Bereichen:

  • Sicherung der Lebensgrundlage, z.B. Beratung über finanzielle und persönliche Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten
  • Beratung in Erziehungsfragen
  • Beratung bei Schulschwierigkeiten
  • Hilfestellung bei drohendem Wohnungsverlust
  • Beratung im Bereich der Jugendhilfe, z.B. Vermittlung eines Kindergartenplatzes oder von Betreuungsmaßnahmen
  • Vermittlung an andere Beratungseinrichtungen oder Informationsstellen
  • Hilfe bei Antragsstellungen
  • Umgang mit Schulden

Die Sozialberatung und Erwerbslosenberatung ist ein Ansprechpartner für die Bevölkerung in allen Problembereichen, wobei die Mitarbeiter auf der Grundlage einer Systematisierung und Verdeutlichung der Probleme den Betroffenen gegenüber Lösungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen und diese unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des Betroffenen ggf. dann auch mit ihnen oder für sie einleiten. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Beratungsstelle der AWO ist mittlerweile so groß geworden, dass die Zahlen der zu beratenden Personen jährlich anwachsen. Hierzu gehört auch der Anstieg im Bereich der psychosozialen Beratung. Das Angebot der Sozialberatung und Erwerbslosenberatung ist vertraulich und für die Hilfesuchenden kostenfrei. Es werden offene Sprechstunden angeboten. Das hat den Vorteil, dass man keinen Termin braucht, sondern einfach vorbeikommen kann, wenn man Hilfe braucht.

Ort und Sprechzeiten

Sommerpause: 09.07.-20.07.2018 entfallen sämtliche Sprechstunden.

Erwerbslosenberatung in Stadt und Landkreis Lüneburg:

Dienstag: 8.30 - 12.30 Uhr in Lüneburg, Bülows Kamp 35

Mittwoch: 9.00 - 12.00 Uhr in Dahlenburg, Dannenberger Str. 2 und 15.30 - 18.30 Uhr in Lüneburg, St. Stephanus Passage 15

Sozialberatung in Stadt und Landkreis Lüneburg

Montag: 9.00 - 11.00 Uhr in Lüneburg, Bülows Kamp 35

Donnerstag: 9.00 - 11.00 Uhr in Bleckede, AWO-Bürgerzentrum, Breite Straße 39

Freitag: 8.30 - 13.30 Uhr in Lüneburg, Bülows Kamp 35

Sozialberatung in Stadt und Landkreis Uelzen:

Sprechenstunden derzeit ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung. Tel.: 04131-75 96 17

Sozialberatung in Stadt und Landkreis Lüchow-Dannenberg:

Bis auf Weiteres entfallen sämtliche Sprechstunden.

Schuldner- und Insolvenzberatung

Schuldner- und Insolvenzberatung ist eine sozialpolitisch notwendige Aufgabe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie bewirkt eine soziale Integration ver- und überschuldeter Menschen und gibt ihnen neue Perspektiven.

Da es offensichtlich auch in unserer Umgebung zunehmend mehr Menschen in finanziellen, scheinbar unüberwindbaren Notlagen gibt, engagieren wir uns jetzt auch in diesem Arbeitsfeld und bieten den von Schulden betroffenen Menschen ganzheitlich und qualifiziert unsere Hilfe an.

Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, ist der erste Schritt, den die Interessenten unternehmen müssen, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Wir begleiten sie dann bei Ihrem Versuch, ihre wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Die Beratung ist kostenlos und findet diskret in Einzelgesprächen statt.

Wir können Ihnen helfen bei:

  • Sicherung der materiellen Existenz
  • Wohnungssicherung
  • Unterlagen ordnen/beschaffen
  • Haushaltsplan
  • Budgetplanung
  • Gläubiger- und Forderungsaufstellung
  • Prüfung von Forderungen
  • Gläubigerverhandlungen
  • P-Konto-Bescheinigung
  • Außergerichtliche Schuldenregulierung
  • Bescheinigung des Scheiterns
  • Vorbereitung des Insolvenzverfahrens
  • Gerichtliche Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren

Unsere Beratungsstelle ist anerkannt als geeignete Stelle nach § 305 der Insolvenzordnung.

Ihre Kontaktmöglichkeiten, telefonisch stehen wir Ihnen zur Verfügung unter:

Festnetz: 04131- 75 96 17 oder 75 96 18

Mobil: 0171 342 03 06

Telefonanschlüsse sind mit einem Anrufbeantworter bzw. mit einer Mailbox ausgestattet.

Sie können uns Ihr Anliegen auch an folgende allgemeine Postanschrift zuschicken:

Arbeiterwohlfahrt Regionalverband Lüneburg / Uelzen / Lüchow-Dannenberg e.V.
Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung
Postfach 1140
21301 Lüneburg

Zuständige Mitarbeiterin:

Zuzana Valickova
Dipl.-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin mit Qualifizierung zur Schuldner- und Insolvenzberaterin

So finden Sie uns

Lüneburg: Bülows Kamp 35

Uelzen: Lindenstraße 20, 29525 Uelzen

Lüchow-Dannenberg: Probsteikamp 12, 29451 Dannenberg

Nachdem Sie sich mit uns in Verbindung gesetzt haben, werden wir Ihnen die ersten Unterlagen zum Vorbereiten auf den Ersttermin zukommen lassen. So können Sie sich in Ruhe auf unser Gespräch einstellen und vorbereiten. 

 

Selbsthilfegruppen Sucht

In eine Krise geraten kann jeder...

... aber nicht jeder bringt den Mut auf, sich helfen zu lassen. Ein Gespräch mit Betroffenen kann ein erster Schritt sein auf dem Weg zur Lösung des Suchtproblems. Unsere Gruppen setzen sich zusammen aus Betroffenen und Angehörigen - vom Arbeitslosen bis zum Manager, ob Mann oder Frau, alt oder jung, eine Suchterkrankung kann jeden treffen. Deshalb bieten wir mit unseren Gruppen ganz unbürokratisch persönlich oder telefonisch unsere Unterstützung in diesem Bereich an.

So funktionieren unsere Selbsthilfegruppen:

Unser Prinzip lautet "Hilfe zur Selbsthilfe" und alle Teilnehmer sind als Betroffene oder Angehörige die eigentlichen "Experten"  für das gemeinsame Problem "Sucht". Die Gruppen arbeiten ehrenamtlich und werden nicht therapeutisch betreut. Alle Teilnehmer stützen sich gegenseitig, indem sie Erfahrungen austauschen, Probleme und Freuden miteinander teilen und über Befindlichkeiten und Erlebtes berichten, immer in der Gewissheit, verstanden zu werden. Die Gruppe ist sozusagen der "Übungsplatz", um auch andernorts zukünftig ohne Suchtmittel klar zu kommen. Gegenseitiger Respekt ohne Vorwürfe oder Vorurteile prägen den Charakter der Gruppen. Ebenso sind Vertrauen und Verschwiegenheit selbstverständlich: Niemand muss erzählen, alles erfolgt freiwillig und oft hilft auch schon das Zuhören.

Für wen wir da sind:

  • Alle, auch Jugendliche, die von einem oder mehreren Suchtmitteln (z. B. Alkohol, THC, Crack, Ecstasy, Medikamente, Spielsucht) abhängig sind oder schädlichen Gebrauch betreiben
  • Menschen, die ihr Verhalten überdenken oder bereit sind, dieses verändern zu wollen
  • Angehörige, Partner, Co-Abhängige
  • Menschen mit Auflagen durch Ämter wie Jobcenter oder Gerichte (Gruppe Bleckede)

Bei Rückfällen:

Rückfälle sind weder Bagatellen noch Katastrophen sondern eine ganz normale Begleiterscheinung beim Krankheitsbild "Sucht". Die Gruppen gehen behutsam mit diesen Vorfällen um und ermöglichen es den Betroffenen, einen Rückfall nicht als Niederlage sondern als Chance zu begreifen. Somit gibt es keinen Grund, sich zurückzuziehen oder aufzugeben.

Ort und Termine:

AWO SHG Sucht DahlenburgDahlenburger Gruppe, Montag 19.00 - 21.00 Uhr
Dannenberger Str. 20 · 21368 Dahlenburg

Kontaktpersonen: Thomas und Patrick
0160 - 7 25 80 29
Kontakt per E-Mail

AWO SHG Sucht BleckedeBleckeder Gruppe, Mittwoch ab 18.00 Uhr
Breite Straße 39 · 21354 Bleckede

Kontaktpersonen: Caren und Mirko
0160 - 99 82 13 95
Kontakt per E-Mail

Fachliche Standards der AWO-Selbsthilfe-Gruppen

  • Die Gruppen haben eine verlässliche abstinente Leitung und Stellvertretung
  • die Gruppen tagenregelmäßig wöchentlich für mindestens zwei Stunden an einem bekannten, öffentlich zugänglichen Ort
  • Die Gruppen stehen neuen Teilnehmer*innen grundsätzlich offen gegenüber
  • Der Zugang bzw. Einstieg neuer Gruppenmitglieder ist geregelt
  • Die Gruppen respektieren den Datenschutz der Teilnehmer*innen
  • Die Leitungen haben eine einschlägige fachliche Qualifikation, welche nach eigener Abstinenz absolviert wurde
  • Die Leitungen nehmen an den fachlichen Begleitangeboten der AWO i. d. R. verlässlich teil (Supervision + Gruppenleitungstreffen)
  • Die regelmäßigen Begleitangebote werden durch die Gruppenleitungen mitgestaltet
  • Es finden regelmäßige Netzwerk- und Informationstreffen mit/bei anderen Institutionen statt
  • Die Gruppen stellen sich in einschlägigen Einrichtungen selbständig vor

Selbsthilfegruppen "Sucht" werden bei der AWO gefördert bzw. begleitet durch:

  • Öffentlichkeitsarbeit (Flyer + Internet)
  • Organisation und (komplette) Weiterleitung von jährlichen DRV-Regionalmitteln SHG Sucht
  • Finanzierung von Fachsupervision
  • SIcherung von Versicherungen (Unfall, Haftpflicht, KFZ)
  • Zuschüsse zu jährlichen Freizeiten der Gruppe
  • Finanzierung der Qualifizierung "ehrenamtliche Suchtbegleiter" + Zuschuss zu den Fahrtkosten
  • Verbindliche, (i. d. R.) monatliche Fachberatung der SHG - Leitungen
  • Kostenfreie Nutzung  von Räumen des RV
  • Weiterleitung einschlägiger Fachinformationen der AWO an de Gruppen
  • Unterstützung bei zusätzlicher Mittelakquise
  • Bereitstellung von Materialien
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