AWOSOZIALe Dienste

Erwachsenenhilfe

Von der ambulanten Erwachsenenhilfe werden zwei Betreuungsarten nach dem SGB XII angeboten. Die Betreuung von Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und die Betreuung von Menschen mit seelischen Behinderungen insbesondere psychisch Kranke.

Die ambulante Betreuung der AWOSOZIAL orientiert sich grundsätzlich an den Kompetenzen der Hilfesuchenden und berücksichtigt ihre individuellen Biographien und Lebenserfahrungen. Anknüpfend an den vorhandenen Fähigkeiten sollen Unterstützungs-, Begleitungs- und Beratungsangebote das Ziel haben, weitgehende Autonomie im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich zu fördern.

Die Betreuer/innen bieten sozialpädagogische Hilfe in Einzel- oder Gruppenformen an:

  • Gespräche über persönliche Situation, Krankheit, Wünsche und Ängste,
  • Beratung in Konflikt-, Krisen- und Veränderungssituationen,
  • Beratung im finanziellen Bereich (Haushaltsplanung, Vertragsabschlüsse, Sicherung und Klärung finanzieller Ansprüche, ggf. Geldverwaltung, Schuldnerhilfe, usw.),
  • Hilfestellungen bei der Alltagsbewältigung im eigenen Wohnraum, insbesondere im Zusammenhang mit Selbstversorgung, persönlicher Hygiene, Umgang mit Geld, Haushaltsführung, Konflikt mit Mitbewohner/innen und Nachbarn,
  • Unterstützung bei der Suche und Aufnahme von Arbeits-, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. ergänzenden Maßnahmen,
  • Unterstützung bei der notwendigen Inanspruchnahme medizinischer und sozialer Dienste und Leistungen, sowie zum Umgang mit Ämtern, Banken und sonstigen Institutionen,
  • Förderung sozialer Kontakte und Freizeitgestaltung, beim Aufsuchen von Freunden und Angehörigen sowie beim Aufsuchen von Bildungs- und Freizeitangeboten,
  • Förderung und Entwicklung kreativer Fähigkeiten,
  • Einbindung in Gruppenangebote,
  • Im akuten Notfall Einschätzung der psychischen bzw. gesundheitlichen Verfassung und ggf. Veranlassung von fachspezifischen Hilfen.

Die Betreuungsarbeit setzt im unmittelbaren Lebensumfeld der Betreuten an. Dabei werden die entsprechenden Behörden bzw. Institutionen, das soziale Umfeld, Berufsbetreuer/innen, usw. in den Betreuungsablauf mit einbezogen. Die rechtliche Grundlagen für die ambulante Betreuung bilden nach dem SGB XII § 67 (Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten) oder § 53 (Eingliederungshilfe für behinderte Menschen). Die Betreuungsmaßnahme wird beim zuständigen Sozialhilfeträger beantragt. Die Betreuungsbewilligung enthält voraussichtliche Dauer und Umfang der Hilfe.

Sprach- und KulturmittlerInnen in Lüneburg

Menschen verstehen - Kulturen verbinden


Was sind Sprach- und KulturmittlerInnen?

Sprach- und KulturmittlerInnen bilden eine Brücke zwischen der Kultur und Herkunftsländer und deutschen Gesellschaft. Ihr Wissen über verschiedene Kulturen, ihre Sprachkompetenzen, bzw. Übersetzungsfähigkeiten, die Reflexion der eigenen Migrationserfahrungen und ihre Akzeptanz als VermittlerIn zwischen Zuwandern und Einheimischen ermöglicht ihnen einen aktive Rolle in der Kommunikation zwischen Institutionen.

Einsatz

Jeder Einsatz wird individuell koordiniert. Die Sprach- und KulturmittlerInnen werden aus Mitteln des Landkreises Lüneburg für Ihre Tätigkeit bezahlt. Für die Einsatzstellen entstehen keine Kosten.

Zuständig für das AWO Sprach- und Kulturmittlerprojekt: Frau Vesna Cerit

Kontaktaufnahme

Anfragen für einen Einsatz sind bitte immer schriftlich per E-Mail

Bitte nenen Sie in Ihrer Anfrage unbedingt Ihr Anliegen, das Datum und die voraussichtliche Uhrzeit und Dauer des Termins. Ebenso geben  Sie bitte die gewünschte Sprache und eine/n Ansprechpartner/in für Rückfragen an.

Telefonische Erreichbarkeit ist möglich unter der Nummer: 0176 / 24 30 27 19. Wir bitten um Beachtung, dass keine Nachrichten auf der Sprachbox hinterlassen werden können.

Projekt der AWOSOZIALe Dienste gGmbH
In Kooperation mit dem Diakonieverband Nordostniedersachsen
 
      Das Projekt wird vom
      Landkreis Lüneburg
      gefördert

 

AWO-Sozialraumarbeit

In seinem Einzugsbereich unterhält der AWO-Regionalverband Lüneburg / Uelzen / Lüchow-Dannenberg verschiedene sogenannte Sozialräume, die für die jeweils dort lebende Bevölkerung aber auch für Institutionen und Vereine der entsprechenden Region ein vielfältiges Angebot bereithalten.

So ist die Beratung und Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen, ob in Bezug auf alltägliche Fragestellungen oder auch im Bereich der Krisenintervention ein Schwerpunktthema der dortigen Arbeit. Beratungsbedarf besteht dabei genauso bei Erziehungsfragen wie auch in den Bereichen Bildung, Gesundheit oder Freizeit.

Wichtig bei der Durchführung unserer Aufgaben und Ziele ist bei dieser Arbeit vor Ort vor allem die Kooperation und enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Einrichtungen, um so auch ein hohes Maß an Öffentlichkeit und Transparenz zu gewährleisten. Finanziell werden die Sozialräume aus Projektfinazierungen durch den Landkreis sowie Spenden gestützt.

Schulsozialarbeit

Gesellschaftliche Teilhabe wird nicht zuletzt darüber bestimmt, wie erfolgreich die Schule durchlaufen und abgeschlossen wird. Die schulische Entwicklung wird beeinflusst und bestimmt durch außerschulische Sozialisation, Entwicklungs- und Förderpotenziale. Die AWO fordert die stärkere Implementierung sozialer Arbeit an den Schulen, um Schüler / innen mit sozialem Unterstützungsbedarf passgenaue Hilfen anzubieten oder vermitteln zu können.

Die AWOSOZIALe Dienste gGmbH führt an diversen Haupt- und Oberschulen das niedersächsische Landesprogramm „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ durch.

Das Programm „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ (Durchführung sozialpädagogischer Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung) (Bezug: Runderlass des niedersächsischen Kultusministeriums vom 14.10.2010) baut beim Träger AWOSOZIALe Dienste gGmbH auf vier Säulen auf, die folgende Arbeitsschwerpunkte umfassen:

  1. Berufsorientierung / Berufsbildung
  2. Einzelfallarbeit
  3. Soziales Lernen
  4. Prävention

Folgende Maßnahmen können Maßnahmen an den Kooperationsschulen sein:

1. Berufsorientierung/ Berufsbildung

  • Feststehendes Beratungsangebot für die Schüler und Eltern
  • Bewerbungstraining
  • Kooperation berufsbildenden Schulen
  • Durchführung von Kompetenzfeststellungsverfahren in den Klassen 8
  • Alternativen zur Schulpflichterfüllung bei schulmüden Schülern entwickeln (z.B. Kooperation mit Jugendwerkstatt) (www.job-sozial-lueneburg.de)
  • Enge Zusammenarbeit mit der Berufsberatung
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern zur beruflichen Integration
  • Kooperation mit Einrichtungen und Betrieben vor Ort, die den Übergang Schule-Beruf unterstützen u.v.m.

 2. Einzelfallarbeit

  • Feststehendes Beratungsangebot für die Schüler, Eltern und Lehrer
  • Krisenintervention
  • Durchführung von Maßnahmen zur Verhinderung von Mobbing
  • Durchführung bedarfsbezogener Einzel- und Gruppenberatungen ggf. in Kooperation und Abstimmung  mit dem schulischen pädagogischen Personal
  • Je nach Bedarfsfall (mit Thematiken wie Gewalt, Schulverweigerung, (auto-)aggressivem Verhalten):  Fallkoordination und Einberufen von Gesprächsrunden unter Mitwirkung des betroffenen Schülers, Erziehungsberechtigten, Lehrern, Jugendamt und Trägern der Jugendhilfe etc.
  • Vernetzung sowie Förderung eines konstruktiven Zusammenwirkens von Schule, Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Vermittlung zu Hilfsinstitutionen wie z.B. Jugendamt, Sozialraumteam, MaDonna, drobs, Erziehungsberatungsstelle und ProFamilia
  • u.v.m.

3. Soziales Lernen

  • Planung und Durchführung von Projekttagen zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie: Kommunikationsfähigkeiten, Erweiterung der Frustrationstoleranz, Selbsteinschätzung und Selbstwert
  • Projekte von außen organisieren
  • Beratung des Lehrers
  • Stärkung der Klassengemeinschaft durch Klassen-, bzw. Gruppengespräche
  • Unterrichtseinheiten vorbereiten und ggf. durchführen
  • Durchführung von Mediationsgesprächen zwischen Konfliktparteien
  • Gespräche / Intervention bei Mobbing (No-blame-approach)
  • Unterrichtseinheiten zu Mobbing 
  • u.v.m.

4. Prävention

  • Veranstaltungsangebote zu den Themen: Familienplanung, Sexualität, Drogenberatung, neue Medien u.ä. in Vernetzung mit den ansässigen Beratungsstellen
  • Gewaltpräventionsangebote für Jungen und Mädchen
  • Regelmäßiges pädagogisches Theaterangebot zu Themen wie Mobbing, Rassismus, Sucht etc. in Zusammenarbeit mit dem Schauspielkollektiv Lüneburg
  • u.v.m.

Welche Maßnahmen an der jeweiligen Schule durchgeführt werden, können Sie gerne direkt bei der Schule bzw. dem jeweiligen Schulsozialarbeiter erfragen. In folgenden Schulen ist die Maßnahme „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ im Landkreis Lüneburg über AWOSOZIALe Dienste gGmbH abgedeckt:

Landkreis Lüchow-Dannenberg:

Kinder- und Jugendhilfe

In diesem Arbeitsfeld bietet die AWOSOZIALe Dienste gGmbH Dienstleistungen im Bereich der ambulanten und stationären Hilfen an, die im Auftrag des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) durchgeführt werden. Die Grundlage zur Durchführung einer Hilfe bildet der Hilfeplan (§ 36 KJHG). Die Finanzierung erfolgt im ambulanten Bereich auf der Basis von Fachleistungsstunden und im stationären Bereich über Pflegesätze. Diese werden jährlich mit den Kostenträgern verhandelt. Von AWOSOZIAL werden im Bereich der Jugendhilfe folgende Leistungen durchgeführt:

Ambulante Hilfen
Sozialpädagogische Familienhilfen (§ 27 i. V. mit § 31 KJHG)
Die Sozialpädagogische Familienhilfe bezieht das gesamte System Familie in die Hilfe ein, um durch intensive Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben Hilfestellung zu geben.

Erziehungsbeistandschaften (§ 27 i. V. mit § 30/41 KJHG)
Die Erziehungsbeistandschaft ist auf ein einzelnes Kind/Jugendlichen innerhalb eines Familiensystems ausgerichtet.
Ambulante sozialpädagogische Sondermaßnahmen in Familien
(§§ 27 ff KJHG)

Sozialpädagogische Sondermaßnahmen (flexible Hilfen) werden individuell bezogen auf die vielschichtige Problemlage einer Familie erarbeitet. Ziel ist, die Familienstrukturen zu stärken, um einen Verbleib der Kinder in ihren Lebenszusammenhängen zu ermöglichen. Die Hilfe wird direkt und unmittelbar im Haushalt der Familie geleistet.

Sozialpädagogische Gruppenarbeit ( § 27 i. V. mit § 29 KJHG)
Älteren Kindern und Jugendlichen soll durch die Teilnahme bei der Überwindung von Entwicklungsstörungen und Verhaltensproblemen, auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzeptes soziales Lernen ermöglicht werden.

Teilstationäre Hilfen
Tagesgruppe (§ 27 i. V. mit § 32 KJHG)
Die Tagesgruppen bieten Plätze für Kinder im Alter von 6 -14 Jahren an, die werktags betreut werden. Die inhaltliche Arbeit besteht in einer umfassenden Entwicklungsförderung des Kindes sowie Beratung und Begleitung ihrer Eltern und Familien.